Tag 3 Joris in Varanasi

Joris kam nach erfrischender Dusche in unser Hotel Buddha.

tuck tuck

Gemeinsam machten wir uns mit „unserem Chauffeur“, der „Tuk-Tuk-Fahrer“ der uns bereits gestern zum Begleiter wurde, auf den Weg zur Herberge von Joris. Er wohnt in einem wunderschön farbigen "Guest-House", in einer kleinen Gasse, wie in einem Hobbit-Märchen.

Joris führte uns mit einer Selbstverständlichkeit durch Gässchen, als wäre er hier aufgewachsen. Als er dennoch verunsichert wählen musste ob rechts oder links, fragte er einen Inder, der uns mit einer Selbstverständlichkeit weiter durch die verwinkelten Gassen führte. Selbstverständlich standen wir kurz darauf vor der Herberge. Gewisse Dinge sind hier einfacher.

Tempelchen

Zwischen kleinen Chai-Küchen, Bäckereien und kleinen Läden, einer Mischung zwischen Garagen-Ecke und Bauchladen, mit jeweils ganz anderen Klängen und Düften, stehen wir vor einem farbigen Tempel, der zwar drei Stockwerke hoch, aber nur von aussen zu nutzen ist. Verschiedene Nischen in denen Räucherwerk und farbiges Pulver, Blumen und Öl verbrannt werden.

Wir besuchen ein Segnungsritual, das allabendlich an dutzenden Stellen gleichzeitig über dem Ganges abgehalten wird. Die gleiche Feuerzeremonie, wie sie auch auf der Schweibenalp abgehalten wird, in Varanasi einfach in grossem Rahmen. Eine riesige Menschenmenge drängt sich auf der langen Treppe. Mit Trommeln, Harmonika und schönen Liedern wird allen wichtigen Gottheiten geopfert. Feuer, Weihrauch und Tanz lassen die Leute mitleben und teils andächtig betend am Ritual teilnehmen. Von Folklore keine Spur, auf mich wirkt alles ganz alltäglich.

Leah Albert k

Leah und Albert in einer riesigen Menge von Leuten, Klängen und Eindrücken, von Joris geknipst.

Romana Joris k

Joris und Romana seine argentinische Mitbewohnerin des "Guest-House", ebenfalls am Feuerritual.


 

Bemerkenswerte Begegnungen:

- Die Begegnung mit Joris. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Begeisterung und Präsenz er  durchs Leben geht. Als er letztes Jahr seine Sitar-Lessons in Varanasi buchte und alleine eine neue Welt für sich erschloss, fand ich das eindrücklich. Das ich heute daran teilhaben kann, ist schön.